Mehrzeilen-Computertomografie (CT)

Was ist eine Computertomografie (CT) ?

Die Computertomografie (CT) ist, wie auch die Magnetresonanztomografie (MRT), ein sogenanntes Schnittbildverfahren. Unter Verwendung von Röntgenstahlen kann die CT überlagerungsfrei innere Organe, Blutgefäße, Knochen, Gehirn, Muskeln und andere Strukturen des menschlichen Körpers darstellen, so dass krankhafte Veränderungen, wie Verletzungen, Tumoren oder Entzündungen nachgewiesen werden können. Grundsätzlich kann mit der Computertomografie der gesamte menschliche Körper abgebildet werden, vom Gehirn, um z.B. einen Schlaganfall zu diagnostizieren, bis zum Fuß, um z.B. einen Knochenbruch vor einer Operation darzustellen.

Dadurch spielt die CT eine große Rolle in der Diagnose von Krankheiten, Planung von Operationen sowie in der Verlaufskontrolle von Therapien. Auch eignet sich die CT auf Grund ihrer Schnelligkeit sehr gut für Notfalluntersuchungen.

Mit den modernen Mehrzeilenspiral-CTs, wie sie auch im Röntgeninstitut in Verwendung sind, lassen sich die Untersuchungen in einer solch dünnen Schichtung anfertigen, dass die Datensätze sowohl zu zweidimensionalen, als auch dreidimensionalen Ansichten nachverarbeitet werden können (3D-Datensatz).

Wie läuft eine CT-Untersuchung ab?

Während einer CT-Untersuchung liegt die Patientin oder der Patient auf einer Liege und wird schnell durch den Computertomografen gefahren. Dabei drehen sich die Röntgenröhre und der Röntgendetektor um den zu untersuchenden Körperabschnitt.

Falls Sie eine bekannte Platzangst haben, teilen Sie uns das bitte vorher mit! Mit unserer Hilfe kann in den meisten Fällen die Untersuchung ohne unnötigen Streß stattfinden!

Die Untersuchung wird von den medizinisch-technischen Assistentinnen und Assistenten unter Aufsicht eines Radiologen durchgeführt und die Untersuchungsparameter so angepasst, dass eine möglichst niedrige Strahlendosis verwendet wird. Die gesamte Untersuchung dauert nur einige  Minuten, wobei die einzelnen Untersuchungsgänge im Normalfall weniger als 10 Sekunden dauern. Während der Untersuchung sollte die Patientin oder der Patient ganz ruhig liegen und muss gegebenenfalls die Luft anhalten, um durch Atembewegung verwackelte Bilder zu vermeiden.

Für eine Vielzahl von Untersuchungen ist es notwendig, ein jodhaltiges Kontrastmittel über eine Vene am Arm geben zu müssen, um Organe oder Blutgefäße besser beurteilen zu können. Bei Untersuchungen des Bauchraumes und des Beckens ist es häufig zusätzlich notwendig, über einen längeren Zeitraum (30 bis 90 Minuten) ein Kontrastmittel zu trinken oder sogar den Enddarm mit Kontrastmittel zu füllen.

Was für Risiken hat eine CT-Untersuchung?

Die Computertomografie ist eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen, daher ist es, wie bei jeder Röntgenuntersuchung, notwendig, den Grund der Untersuchung sorgfältig zu prüfen und die Strahlendosis so gering wie möglich zu halten. Bei richtiger Anwendung treten durch Röntgenstrahlen keine direkten Nebenwirkungen auf.

Das bei vielen CT-Untersuchungen verwendete intravenöse jodhaltige Kontrastmittel kann als sehr seltene Nebenwirkung eine allergische Reaktion, wie z.B. bei einem Wespenstich auslösen.

Weiterhin müssen Patientinnen und Patienten vorsichtig sein, die eine Nierenfunktionsstörung oder eine (latente) Schilddrüsenüberfunktion haben, hier ist gegebenenfalls eine Vorverhandlung notwendig. Auch müssen bestimmte Tabletten gegen eine Zuckerkrankheit (mit dem Wirkstoff Metformin) möglicherweise vor der Untersuchung pausiert werden.

Vorbereitend auf eine CT-Untersuchung und zur Minimierung der Risiken sollten Patientinnen und Patienten über ihre Allergien, ihre Nierenfunktion, ihre Schilddrüsenfunktion und ihre Medikation Bescheid wissen. Idealerweise werden aktuelle Laborwerte (Kreatinin, GFR und TSH) und eine Auflistung der aktuellen Medikamente mitgebracht. Bei einer Schwangerschaft ist eine CT-Untersuchung nur im Notfall durchführbar.