Periradikuläre Therapie (PRT)

Diese Methode lindert bzw. heilt lokale Schmerzen, die von einer Nervenwurzelreizung im Bereich der Wirbelsäule ausgehen. Ein Bandscheibenvorfall oder eine knöcherne Enge des Nervenkanals liegt diesen Schmerzen meist zugrunde. Ist die Nervenwurzel sehr bedrängt, verursacht sie in den Arm oder das Bein ausstrahlende Schmerzen. Anhand dieses Verfahrens wird versucht die entzündliche Reizung des Nerves durch die Kompression einzudämmen.

Unter Zuhilfenahme eines Computertomographen (CT) wird eine sehr feine Nadel zum Nerv geführt. Da die Computertomographie eine sehr genaues bildgebendes Verfahren ist, kann der Nerv direkt angesteuert werden. Um die Nervenwurzel herum wird ggf. eine geringe Menge Lokalanästhetikum und anschließend ein örtlich wirkendes Kortisonpräparat langsam gespritzt. Die relativ schmerzfreie Prozedur findet durchschnittlich 3-5 mal statt.

Danach können Sie sich zum Teil viele Jahre lang schmerzfrei bewegen. Es ist also nicht nur mit einer Schmerzlinderung bis Schmerzfreiheit während der Therapie zu rechnen, sondern auch darüber hinaus. Ein kurzfristiges Taubheitsgefühl und eine Schwäche im Bein oder Arm können kurz nach der Injektion auftreten, verschwinden dann aber wieder. Diese Nebenwirkung kann im Zusammenhang mit der örtlichen Betäubung erfolgen.

Sie sollten aber nach der Behandlung auf keinen Fall selbst Auto fahren, da das Betäubungsmittel Ihre Reaktionszeit herabsetzen kann.

Die Indikation zur PRT stellt üblicherweise Ihr Orthopäde oder Neurologe bei therapieresistenten Beschwerden.