Digitale Mammografie

Die Mammografie ist die Röntgenuntersuchung der Brust. Üblicherweise werden je Brust zwei Aufnahmen angefertigt.

Warum Mammografie?

Brustkrebs ist die häufigste bösartige Erkrankung der Frau. Etwa jede 10. Frau ist im Laufe ihres Lebens von der Erkrankung betroffen. In der Regel wird eine Brustuntersuchung wegen eines möglichen Knotens oder einer familiären Belastung durchgeführt.

Vorteile der digitalen Technik

  • Reduktion der Strahlendosis um bis zu ca. 20 – 40 %
  • deutlich erhöhter Bildkontrast besonders im Brustgewebe
  • verbesserte Beurteilbarkeit von knochen- oder hautnahen Regionen
  • Möglichkeit der Bildnachverarbeitung hinsichtlich Helligkeit und Vergrößerung
  • digitale Archivierung (kein Verlust von Röntgenaufnahmen)
  • Ihre Aufnahmen werden von zwei Ärzten beurteilt (Zweitmeinung)
  • Zur Unterstützung der Qualität ist die digitale Mammografie an ein CAD (Computerunterstützte Diagnose) – System angeschlossen. Diese Software unterstützt den Arzt bei der Beurteilung Ihrer Mammografie, indem sie Veränderungen markiert, die einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen.
  • Mit einer ergänzenden speziellen Software (Premium View) wird insbesondere dichtes Brustgewebe nachbearbeitet und ist wegen vergrößerten Kontrastunterschieden für den Arzt besser beurteilbar.

Was passiert bei der Mammografie?

Die Untersuchung selbst bleibt vom Ablauf und Geräteaufbau her für Sie unverändert. Zur Erhaltung der hohen Bildqualität ist nach wie vor die von Ihnen manchmal als unangenehm empfundene Brustkompression notwendig. Damit die Unannehmlichkeiten für Sie gering bleiben, sollte die Untersuchung in der ersten Zyklushälfte erfolgen. Ferner sind die Kolleginnen speziell für die Mammografie ausgebildet.

  • Bitte verwenden Sie am Untersuchungstag keine Creme für Ihre Brüste und kein festes Deodorant in den Achselhöhlen. Dann können Ihre Aufnahmen besser eingestellt werden.
  • Bitte bringen Sie eine Jacke/Bluse zum Umhängen während der Untersuchung mit.
  • Bitte bringen Sie alte Voruntersuchungen mit. Durch den Vergleich alt / neu wird die Aussagekraft Ihrer Mammografie deutlich gesteigert.

Sind die verwendeten Röntgenstrahlen schädlich?

Die verwendete Strahlendosis beträgt zwischen 0,25 – 3 mGy und liegt unter dem vom Bundesgesundheitsamt festgelegten oberen Grenzwert von 5 mGy.

Für die Abschätzung der Brustkrebsrisikoerhöhung sollte man sich über das Risiko von etwa 10 % einer 45-jährigen Frau bewußt sein. Durch eine einmalige Mammografie steigt dieses Risiko um 0,00024%. Führt man bei ihr weitere 10 Mammographien bis zum 60. Lebensjahr durch, so steigt das Risiko auf 10,02 %. Damit wird klar, dass natürliche Faktoren einen wesentlich höheren Einfluss auf das Brustkrebsrisiko haben als die Mammografie selbst.