Myokardszintigrafie

Fragestellung

  • Zum Nachweis oder Ausschluss von Durchblutungsstörungen des Herzmuskels bei bekannter oder vermuteter Erkrankung der Herzkranzgefäße
  • Zur Entscheidung der Frage, ob eine Herzkatheteruntersuchung erforderlich ist
  • Im Rahmen der Vorbereitung einer Bypass-Operation, einer Ballondilatation oder Stent-Implantation bei bereits bekannter Erkrankung der Herzkranzarterien
  • Zur Lokalisation der kritischen Verengungen bei einer Mehrgefäßerkrankung
  • Zur Beurteilung der myokardialen Vitalität bei Herzschwäche oder nach einem Herzinfarkt
  • Zur Therapiekontrolle nach erfolgter Intervention

Vorbereitung

Die Untersuchung gliedert sich in zwei Teile, zwischen denen in der Regel ein Tag liegt. Am ersten Tag ist eine Vorbereitung nicht erforderlich, wir bitten allerdings um Vorlage möglichst vollständiger auswärtiger Vorbefunde und eine Aufstellung der eingenommenen Medikamente.
Die erforderlichen Einzelheiten für den zweiten Tag werden am ersten Tag mit dem Patienten ausführlich besprochen und beziehen sich zumeist auf die Einnahme der Medikamente sowie insbesondere den Verzicht auf Kaffee, Tee, Cola, Schokolade und die Notwendigkeit, für den zweiten Tag nüchtern zu erscheinen.

Untersuchungsablauf

Am ersten Tag werden ein schwach radioaktives Medikament in eine Armvene injiziert und 60 Minuten später szintigrafische Schichtaufnahmen der Ruhe-Durchblutung erstellt.
Am zweiten Tag werden dasselbe Medikament bei einer Belastung (entweder wie bei einem Belastungs-EKG oder während einer medikamentösen Belastung) verabreicht und erneut Schichtaufnahmen der Belastungs-Durchblutung angefertigt.

Verhalten nach der Untersuchung

Es sind keine weiteren Vorsichtsmaßnahmen erforderlich oder besondere Verhaltentsregeln zu beachten.