Skelettszintigrafie

Fragestellung

Da metabolische Veränderungen morphologischen Befunden üblicherweise vorausgehen, kann die Skelettszintigraphie pathologische Befunde oft früher entdecken als dies durch andere Untersuchungen (z.B. konventionelle Röntgenaufnahmen) möglich ist. Überdies erlaubt die Ganzkörperskelettszintigraphie eine Beurteilung des gesamten Skeletts. Am häufigsten wird das Verfahren bei malignen Tumoren zur Metastasensuche, bei unerkannten Frakturen, unklaren Knochenschmerzen, bei Gelenkentzündungen, nach Prothesenimplantationen sowie bei Verdacht auf Marschfraktur, Ermüdungsbruch und Rheuma eingesetzt.

Vorbereitung

Eine spezielle Vorbereitung des Patienten ist nicht erforderlich.

Untersuchungsablauf

Intravenöse Injektion eines schwach radioaktiven Medikamentes aus der Gruppe der Diphosphonate (die auch in der Osteoporose-Therapie eingesetzt werden), das den Stoffwechsel des Knochensystems sichtbar macht. Frühe Szintigramme werden bereits unmittelbar nach der Injektion erstellt, späte Aufnahmen nach mehreren Stunden lassen dann das Mineralisationsmuster beurteilen.

Verhalten nach der Untersuchung

Während der Pause zwischen den beiden Untersuchungsphasen sowie im Anschluss an die Untersuchung wird empfohlen, dass der Patient reichlich Flüssigkeit zu sich nimmt und regelmäßig seine Blase entleert.